Zukunft stiften durch Bildung | Ausbildung | Arbeit 

 

In gemeinsamer Mission unterwegs:
Unser Neujahrsgruß 2019


Liebe Partner und Freunde der LL-Stiftung,
liebe Stifterfamilie,

Hilfe zur Selbsthilfe ist der Grundgedanke, der die Tätigkeit der Louis Leitz Stiftung leitet. Unsere Förderungen sollen einen wirksamen Beitrag dazu leisten, dass sich Perspektiven eröffnen für benachteiligte Menschen, damit sie ihr Leben selbst in die Hand nehmen können.

Maximale Wirkung können wir erreichen, wenn wir nicht nur durch die Vergabe von Fördermitteln, sondern auch bei der Anlage des Stiftungsvermögens unseren Stiftungszweck im Blick haben. Beispielsweise, indem wir ein Sozialunternehmen unterstützen, das Mikrokredite an Menschen in extremer Armut vergibt und damit Erwerbsmöglichkeiten schafft. Dieses "Mission Investment" kann insofern sogar der "Hilfe zur Selbsthilfe" in eigener Sache dienen, als es sowohl durch die Anlage selbst wirkt, als auch Erträge erwirtschaftet. So kann die LL-Stiftung ihren Stiftungszweck auch in der aktuellen Niedrigzinsphase möglichst wirksam erfüllen.

Die finanzielle Nachhaltigkeit der geförderten Aktivitäten steht bei allen Projekten im Fokus, wenn es auch je nach Rahmenbedingungen nicht immer möglich ist, diese vollständig zu erreichen. Das Projekt "Teilhabe durch Monatshygiene" (gefördert 2018) ist auf gutem Wege: Zehn Unternehmerfrauen im ländlichen Kenia können sich zukünftig durch Produktion und Vertrieb biologisch abbaubarer Damenbinden selbst finanzieren! Damit stehen Mädchen und Frauen in Machakos County nun bezahlbare Hygieneprodukte zur Verfügung, um auch während der Periode die Schule zu besuchen bzw. am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

Genauso wirksam und effektiv arbeiten andere Projekte und erfahrene Projektträger und benötigen trotzdem kontinuierlich weitere Unterstützung bei der Finanzierung ihrer Aktivitäten. Lesen Sie weiter unten vom Ausbildungszentrum für benachteiligte Frauen in Äthiopien und von den jungen europäischen Gestaltern, die wieder kreativ anpackend aktiv waren!

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Das Engagement der LL-Stiftung

in einem Social Business in Togo, der KOPEME Group, begann schon vor einigen Jahren mit dem zweckgebundenen Darlehen eines Stifters anlässlich des 10-jährigen Bestehens unserer Stiftung. Zwischenzeitlich ist der Betrag ins Stiftungsvermögen übergegangen – und vom ganzheitlichen Konzept der Mikrokreditvergabe durch Jérôme Fiayiwo und sein Team sind wir nach wie vor überzeugt! Wir erklären, wie Mikrokredite funktionieren, lassen natürlich auch die Kritiker zu Wort kommen, und beleuchten, wie Mikrokreditnehmer durch ihre Mitgliedschaft bei KOPEME nachhaltig der absoluten Armut entkommen. Fähigkeiten und Kenntnisse, die die Kreditnehmer auf begleitenden Seminaren zur Nutzung von Moringa und anderen Heilpflanzen erlangen (gefördert durch die LL-Stiftung aus den Investment-Erträgen), passen sehr gut dazu: Mikrokredite finanzieren so auch Geschäftsvorhaben zur Produktion von Moringa-Seife!

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Selbstständig und selbstbewusst

auch ohne regulären Schulbesuch: Die Förderung aus den Mitteln des LL-Stiftungsfonds "Drittwelt" vergeben wir 2019 an ein Ausbildungszentrum für Mädchen und junge Frauen in Äthiopien. Das Zentrum in Endaselassie ermöglicht Müttern und jungen Frauen in Not Lehrgänge in handwerklichen Fertigkeiten (z.B. Tierzucht, Töpfern, Gemüseanbau) und unterstützt sie beim Aufbau einer wirtschaftlichen Existenz mit einem Startkredit. So werden auch Frauen, die aufgrund ihrer harten Lebensumstände nicht regelmäßig die Schule besuchen konnten und am Rande der Dorfgemeinschaft stehen, gesundheitlich und wirtschaftlich stabilisiert und erlangen Selbstbewusstsein und Ansehen für sich und ihre Kinder. Die Einrichtung ist bereits langjährig erfolgreich tätig und benötigt jetzt eine Modernisierung von Lehrmitteln, Ausstattung und Sanitäreinrichtungen.

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Gestalten verbindet

Jugendliche mit schwierigen Biografien aus Deutschland und Spanien.

Gemeinsames handwerklich-künstlerisches Arbeiten schafft (Erfolgs-) Erlebnisse. Das hilft Jugendlichen, die mit persönlichen und familiären Belastungsfaktoren kämpfen, ihr Leben wieder aktiv in die Hand zu nehmen.

In einem zweiwöchigen Projekt der WERKstattSCHULE, das u.a. durch ERASMUS gefördert wurde, arbeiteten die Jugendlichen im Sommer 2018 an der Gestaltung des Außengeländes einer Initiative für gemeinschaftliches Wohnen in Heidelberg.

Dieser gemeinnützige Einsatz von Jugendlichen, die durch die Jugendgerichtshilfe betreut werden und sich vorher nicht kannten, wurde durch einen Teambuilding-Workshop vorbereitet, den die LL-Stiftung finanziell unterstützte. Übliche Verhaltensmuster konnten durch Erlebnispädagogik in der Natur (einer Umgebung, die die meisten Jugendlichen gar nicht kannten) aufgebrochen werden. Konstruktive Kommunikation wurde geübt und dadurch nicht nur das Zusammenarbeiten im Workshop ermöglicht, sondern auch bei einigen Teilnehmern der Grundstein für die Annahme weiterer Angebote von Jugendhilfeträgern gelegt.

 

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Für die vielen Begegnungen, den immer anregenden Austausch und die lehrreichen Erfahrungen mit Ihnen, unseren Partnern, Projektträgern und Freunden, sind wir sehr dankbar. Auch der Stifterfamilie und allen weiteren Spendern und Unterstützern ganz herzlichen Dank für das Vertrauen in unsere Arbeit! Ihnen und Euch allen wünschen wir ein glückliches, gesundes und friedliches Neues Jahr und freuen uns auf das weitere zusammen Wirken!

 

Ingrid Leitz und Christoph Glatzel                                                                 Marion Hinte
         (Stiftungsvorstand)                        Louis Leitz Stiftung                 (Stiftungsreferentin)