Förderprojekte

Die Louis Leitz Stiftung fördert Projekte zur Ausbildung und Arbeit für Menschen, die von Benachteiligung, Armut oder Gewalt betroffen sind. Wir konzentrieren dabei unsere mittelfristig angelegte Förderung auf beispielhafte Bildungs- und Ausbildungsprojekte, die über mehrere Jahre unterstützt werden. Eine Förderung von Einzelpersonen ist nicht möglich.

Insbesondere unterstützt werden beispielhafte Bildungs- und Ausbildungs-
projekte
, die sowohl nachhaltig als auch multiplikationsfähig konzipiert sind. Eines der wichtigsten Kriterien für die Förderauswahl ist, dass die LL-Stiftung mit dem eingesetzten Förderbeitrag zu einem deutlichen Schub in der Fortentwicklung des Projektes beitragen kann. Die Förderdauer beträgt üblicherweise 3-6 Jahre, ab dem 5. Jahr auslaufend.

Achtung: Unsere neue Website ist in Bearbeitung, daher werden die aktuellsten Fördungen (ab 2025) nicht mit eigenen Beiträgen, sondern nur hier in der Übersicht dargestellt.

Zur Zeit werden folgende mehrjährige Projekte unterstützt:

  • Seit 2025: AGRIBUSINESS-Akademien bieten jungen Menschen in Ostuganda eine Ausbildung in nachhaltiger Landwirtschaft, mit der sie sich fachliche und betriebswirtschaftliche Fähigkeiten aneignen, um erfolgreiche Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette aufzubauen und Einkommen zu generieren. Ein Schwerpunkt des Pilotprojekts liegt auf der Vernetzung von AbsolventInnen zu lokalen Behörden, Finanzdienstleistern und Märkten (https://das-hunger-projekt.de/project/uganda/).
  • Seit 2025: BIOGAS-Schulungen für Jugendliche und Frauen in Burkina Faso verfolgen mehrere Ziele: Kochen mit Biogas verbessert die Gesundheit der Familien, besonders der Mädchen, und schützt den Baumbestand. Verbunden mit der Errichtung von kleinen Biogas-Anlagen entstehen zudem Einkommensquellen rund um die Produktion und den Verkauf des Biogases in diesem Pilotprojekt, das aus dem LL-Stiftungsfonds „Afrika“ gefördert wird (http://www.neia-ev.de/burkina-kinderhaus/).
  • Seit 2025: In der LERNWERKSTATT in Stuttgart Weilimdorf werden geflüchtete Jugendliche im Alter von 11-15 Jahren, die in ihren Herkunftsländern noch keine Schule besuchen konnten, auf den Eintritt in das deutsche Schulsystem vorbereitet. Sie müssen nicht nur Lesen und Schreiben und die deutsche Sprache, sondern auch das schulische Lernen lernen. Die Abteilung Bildungspartnerschaft der Stadt Stuttgart (LHS) und die eva (Evangelische Gesellschaft) haben dieses Modellprojekt konzipiert und setzen es mit Unterstützung aus LHS-Mitteln, dem Unternehmen Vector Informatik und mehreren Stuttgarter Stiftungen um (https://www.stuttgart.de).
  • Seit 2025: BERUFSBILDUNG – Schlüssel zur Integration. Unter dem Motto „Fuß fassen durch Bildungserfolg“ unterstützen sozialpädagogische Fachkräfte sowie ehrenamtliche Mentoren und Mentorinnen von SELF Kassel e.V. Jugendliche mit Migrationshintergrund dabei, schulische, sprachliche und integrative Schwierigkeiten zu bewältigen. Ein neuer Bereich kommt jetzt dazu: Bei der beruflichen Orientierung zu unterstützen, Ausbildungsplätze zu finden und Abbrüche zu verringern – dafür bekommt SELF eine Förderung des Landes Hessen, für die eigene Mittel in gleicher Höhe erforderlich sind, zu denen die Ko-Finanzierung der Louis Leitz Stiftung beiträgt
    (https://www.self-kassel.de/).
  • Seit 2024: ENTREPRENEURSHIP-Schulungen an zwölf weiterführenden Schulen in Uganda wurden 2024 aus dem LL-Stiftungsfonds „Afrika“ unterstützt. Ziel des Projekts ist, Schulabgänger mit „Life Skills“ und wirtschaftspraktischem Wissen zu befähigen, eigene berufliche Initiativen zu entwickeln und umzusetzen. Das Konzept umfasst sowohl Lehrerfortbildungen als auch praxisnahes Training in Schüler-AGs, die in die Gründung von kleinen Start-Ups in den Schulen einmünden und wird durch die erfahrene NGO „Teach a man to fish“ vor Ort durchgeführt. Das Projekt läuft über drei Jahre, die Förderung durch die LL-Stiftung wird für das zweite und dritte Projektjahr (2024-2025) eingesetzt. 2026 wird das Projekt nochmals unterstützt, in der Vertiefungsphase sollen sowohl die Reichweite, als auch die Nachhaltigkeit der aufgebauten Strukturen an den Schulen verbessert werden.
    (https://www.probono-oneworld.de).
  • Seit 2023: ANNA for Future bietet den TeilnehmerInnen an berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen und Ausbildungsgängen im Anna Haag Mehrgenerationenhaus in Stuttgart – Bad Cannstatt sozialpädagogische und psychologische Unterstützung, damit pandemiebedingte Hemmnisse abgebaut werden können. Ziel ist, die chancenarmen Jugendlichen, viele davon mit Migrationshintergrund, erfolgreich in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu integrieren (www.annahaaghaus.de/).
  • Seit 2006: Die Stiftung unterstützt das Treuhand-Projekt KILIMANJARO Berufsschule im Nordosten von Tansania, das ein LL-Stifter in Zusammenarbeit mit der Priesterorganisation ALCP/OSS ermöglicht hat.
  • Seit 2002: Über den LL-Stiftungsfonds „Osteuropa“ fördern wir weiterhin die handwerkliche Ausbildung bei MEDICA Zenica in Bosnien-Herzegowina für Frauen und Mädchen, die wegen sexualisierter Gewalt psychosozial betreut werden. Mittlerweile werden psychosoziale Betreuung und Workshops auch in mehreren ländlichen Standorten angeboten (https://medicazenica.org/, www.medicamondiale.org).
ANNA for Future (D)

Die COVID-Gegenmaßnahmen haben chancenarme Jugendliche verstärkt belastet. Sozialpädagogische und psychologische Unterstützung soll Ausbildungsabbrüchen entgegenwirken.

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KILIMANJARO (EAT)
Für die Jugendlichen im Norden Tansanias gibt es kaum Ausbildungsmöglichkeiten; ein LL-Stifter engagiert sich für das neu erbaute Ausbildungszentrum des Priesterordens ALCP/OSS.
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MEDICA (BiH)
Wir unterstützen das Ausbildungszentrum von medica mondiale in Bosnien-Herzegowina für gewalt-traumatisierte Frauen durch den LL-Stiftungsfonds „Osteuropa“.
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