Förderprojekte

Die Louis Leitz Stiftung fördert Projekte zur Ausbildung und Arbeit für Menschen, die von Benachteiligung, Armut oder Gewalt betroffen sind. Wir konzentrieren dabei unsere mittelfristig angelegte Förderung auf beispielhafte Bildungs- und Ausbildungsprojekte, die über mehrere Jahre unterstützt werden. Eine Förderung von Einzelpersonen ist nicht möglich.

Insbesondere unterstützt werden beispielhafte Bildungs- und Ausbildungs-
projekte
, die sowohl nachhaltig als auch multiplikationsfähig konzipiert sind. Eines der wichtigsten Kriterien für die Förderauswahl ist, dass die LL-Stiftung mit dem eingesetzten Förderbeitrag zu einem deutlichen Schub in der Fortentwicklung des Projektes beitragen kann. Die Förderdauer beträgt üblicherweise 3-6 Jahre, ab dem 5. Jahr auslaufend.

Zur Zeit werden folgende mehrjährige Projekte unterstützt:

  • Seit 2016: Die CHANCENWERK Lernkaskade wurde an vier Stuttgarter Pilot-Schulen eingeführt: Chancenarme Schüler der Klassenstufe 5-7 erhalten Hausaufgabenhilfe und Lernförderung durch ältere Mitschüler. Die Schüler-Mentoren entwickeln dabei Verantwortungsbereitschaft und soziale Kompetenz und können ihren Schulabschluss gezielt verbessern, weil studentische Honorarkräfte sie in ihren Problemfächern unterstützen (www.chancenwerk.de).
  • Seit 2015: Das Förderprojekt KOPEME Moringa- und Beifuß-Anbau entstand durch ein „Mission Investment“ der LL-Stiftung bei der African Social Business Plus e.G., aus der sich die KOPEME GROUP & Social Business SARL in Togo finanziert. Die Hälfte der jährlich erzielten Zinserträge investiert die LL-Stiftung wiederum in ein Heilpflanzen-Projekt, das die Gesundheits- und Ernährungssituation der Kopeme Mikrokreditnehmer verbessert und zusätzliche Einkommensmöglichkeiten eröffnet (www.justcapital.org/portfolio/african-social-business).
  • Seit 2015: ICH_KANN´S! Lernförderung im Bildungstandem der KinderHelden gGmbH fördert Kinder an neun Stuttgarter Grundschulen durch ein Mentoren-Programm: Oberstufenschüler, Studierende und junge Berufstätige engagieren sich als Lern- und Freizeit-Begleiter (www.kinderhelden.info).
  • Seit 2015: Aus dem Runden Tisch Flüchtlinge“ der Bürgerstiftung Stuttgart entwickelte sich das Projekt FLÜCHTLINGE Freundeskreise, das von sechs Stuttgarter Stiftungen gemeinsam finanziert wird. Eine Koordinationsstelle, angesiedelt im Sozialamt, soll die Qualifizierung und Vernetzung der ehrenamtlichen Helfer in den Freundeskreisen und Unterstützergruppen der Flüchtlingsunterkünfte vorantreiben (www.buergerstiftung-stuttgart.de).
  • Seit 2015: Das Projekt NOTAUFNAHME_UMF unterstützt die Maßnahme Alltagsorientierte Beschulung“ für die neu angekommenen, unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge (UMFs), die das Jugendamt der Stadt Stuttgart in Zusammenarbeit mit der EH Ludwigsburg anbietet. Sprachvermittlung (auch für Analphabeten) durch Fachkräfte wird ergänzt durch freizeitpäda-
    gogische Angebote von studentischen Praktikanten und Ehrenamtlichen (www.stuttgart.de).
  • Seit 2014: Im Projekt MORINGA für Alle im Nordosten Ugandas wird die verarmte ländliche Bevölkerung im Anbau und der nachhaltigen Nutzung des Moringabaumes geschult und die Moringa-Wertschöpfungskette ausgebaut. Moringa leistet wegen seines besonderen Nährstoffreichtums einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der lokalen Ernährungssituation und trägt über die Vermarktung von Moringaprodukten zu neuen Ein-
    kommensmöglichkeiten in der Region Teso bei (www.fairventures.org).
  • Seit 2014: Im Anna Haag Mehrgenerationenhaus in Stuttgart – Bad Cannstatt erhalten leistungsgeminderte Jugendliche nach Abschluss der Förderschule eine Ausbildungschance. Wir fördern die neue, sozialpäda-
    gogische Einrichtung eines KRISENCOACH Einstiegsbegleiters, der die Jugendlichen im schwierigen Übergang Förderschule – Ausbildung“ individuell betreut (www.annahaaghaus.de).
  • Seit 2013: Wir unterstützen den Aufbau der PROGRES Berufsqualifizierung an mehreren beruflichen Mittelschulen in neun Regionen von Bosnien-Herzegowina. Erstmalig wird den Schulen eine berufliche Orientierung in Kooperation mit engagierten Ausbildungsbetrieben ermöglicht. Zudem wird 72 arbeitslosen, jungen Menschen jedes Jahr eine betriebliche Ausbildung in ausgewählten Lehrbetrieben ermöglicht (www.wings-of-hope.de).
  • Seit 2010: Anschub- und Ausbauförderung für den Selbsthilfe-Verein SELF Kassel e.V. zur Unterstützung von Oberstufen-Schüler/innen mit Zuwanerungsgeschichte, die ohne – oder mit nicht bedarfsgerechtem – familiären Hintergrund ihr Leben bestreiten (www.self-kassel.de).
  • Seit 2006: Wir unterstützen das Treuhand-Projekt KILIMANJARO Berufsschule im Nordosten von Tansania, das ein LL-Stifter in Zusammenarbeit mit der Priesterorganisation ALCP/OSS ermöglicht hat (www.berufsschule-kilimandscharo.org).
  • Seit 2002: Über den LL-Stiftungsfonds „Osteuropa“ fördern wir weiterhin die handwerkliche Ausbildung bei MEDICA Zenica in Bosnien-Herzegowina für Frauen und Mädchen, die wegen sexualisierter Gewalt psychosozial betreut werden. Mittlerweile werden psychosoziale Betreuung und Workshops auch in mehreren ländlichen Standorten angeboten (www.medicamondiale.org).

 

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CHANCENWERK (D)
Schüler-Mentoren geben Hausaufgabenhilfe für die jüngeren Mitschüler, entwickeln dabei soziale Kompetenzen und erhalten Unterstützung durch Studenten in ihren Problemfächern.
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KOPEME (TG)
Erträge aus dem Mission Investing finanzieren ein Projekt zur Verbesserung der Ernährungs- und Gesundheitssituation in den Dorfgemeinschaften durch Naturheilpflanzen.
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ICH KANN'S (D)
Bessere Bildungschancen durch frühzeitige Unterstützung: Grundschüler mit schwierigen Startbedingungen werden durch Mentoren gezielt und individuell begleitet.
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FLÜCHTLINGE (D)
Ehrenamtliche in den Flüchtlingsunterkünften vernetzen und Qualifizierungsangebote bündeln dafür gibt es jetzt eine Koordinationsstelle im Sozialamt, die von Stiftungen vorfinanziert wird.
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NOTAUFNAHME (D)
Alltagsorientierte Beschulung" bietet jungen unbegleiteten Flüchtlingen Struktur und Halt  Sprachvermittlung  wird ergänzt durch freizeitpädagogische Angebote von Studierenden.
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MORINGA (EAU)
Im Nordosten Ugandas wird die verarmte ländliche Bevölkerung im Anbau und der nachhaltigen Nutzung des Moringabaumes geschult, der viele Nährstoffe liefert.
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KRISENCOACH (D)
Im Stuttgarter Anna Haag Mehrgenerationenhaus unterstützen individuelle Berufs-Einstiegsbegleiter leistungsgeminderte Jugendliche beim Übergang von der Förderschule in die Berufsausbildung.
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PROGRES (BiH)
In Bosnien-Herzegowina führt die Stiftung Wings of Hope Deutschland Mittelschüler und Unternehmen in einem Praxis-Dialog „Schule – Betrieb“ zusammen.
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SELF (D)
Die Kasseler Psychotherapeutin Alexandra von Hippel hat einen Verein für junge MigrantInnen gegründet, die ohne familiäre Unterstützung hier ihre Ausbildung absolvieren.
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KILIMANJARO (EAT)
Für die Jugendlichen im Norden Tansanias gibt es kaum Ausbildungsmöglichkeiten; ein LL-Stifter engagiert sich für das neu erbaute Ausbildungszentrum des Priesterordens ALCP/OSS.
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